Berlin, November 9, 2022

Essen und Trinken in Berlin

Genug gearbeitet! Feierabend! Du bist hungrig, durstig und vor allem neu hier und siehst vor lauter Bäumen den Wald nicht? Das kann dir in Berlin leicht passieren, wenn du das passende Restaurant suchst. Unsere Gastro-Tipps.

Den Italiener um die Ecke findest du sicher vor deiner ipartment-Haustür. Etwas Schnelles auf die Hand? Dafür musst du noch nicht mal zur Ecke gehen. Aber welche Restaurants sind bewährt gut, versprechen Dir einen schönen Abend, sind angesagt, hip und chic? Wo stimmt das trendige Interior Design mit der Qualität der Kochkunst überein? Die Tische in der Millionenstadt sind so international wie vielfältig gedeckt. Hier findest du eine handverlesene Auswahl an Speiselokalen. Beschränken wir uns auf die Bezirke Mitte und Charlottenburg. Du weißt schon, Wald und Bäume…

Restaurants in mitte

Borchardt

Nicht nur während der Berlinale wird’s im Borchardt eng: Wenn es in Berlin etwas zu feiern gibt, stehen die Chancen gut, hier echten Stars zu begegnen. Es ist – trotz ernsthafter Konkurrenz – nach wie vor das Wohnzimmer der (internationalen) Filmszene und der Speisesaal der Politikprominenz. Kein Wunder, dass die Schnitzel weltberühmt sind. Selbstverständlich gibt es auch andere Köstlichkeiten mit mediterranem Einschlag, aber das Schnitzel nicht zu bestellen wäre ein Fehler. Kartoffel- und Gurkensalat muss extra bestellt werden, über den Preis sprechen wir hier mal nicht. Was zählt sind: Pariser Bistro-Atmosphäre, weißes Tischtuch und Brad Pitt am Nebentisch. Französische Str. 47

Chipperfield Kantine

Sichtbeton, begrünter Innenhof, verlockend luftige Atmosphäre – das ist die Kantine des Architekturbüro Chipperfield mitten in Mitte. Das Schöne ist: Hier haben nicht nur Mitarbeiter Zutritt, sondern jeder, der möchte. Frische, leckere Gemüseküche aus dem Bio-Anbau bestimmt die Karte, mittwochs gibt es auch Fleisch und Fisch. Im Sommer sitzt man draußen im Schatten der Platanen. Allerdings eignet sich das Hinterhofrestaurant nur fürs Mittagessen – nach Kaffee und Kuchen ist um 17 Uhr Schluss. Joachimstraße 11

Ganymed

Vive la France! Die Brasserie lockt Gourmets und Freunde der Französischen Bistro-Klassiker: Neben edlen Krustentieren findest du auch Austern und Fischspezialitäten. Aber auch weniger opulente Gerichte wie Coq au Vin, Bœuf Bourgignon oder Bouillabaisse gelten als Selbstverständlichkeit auf der Karte. Drinnen sitzt du unter Stuck an weiß eingedeckten Tischen, auf der Terrasse am Spreeufer wird auf kariertem Tischtuch serviert. Schiffbauerdamm 5

Grill Royal

Mondän, schick, lässig – das berühmteste Grill-Restaurant der Republik ist zugleich Wohnzimmer der illustren Berliner Gesellschaft und der internationalen Prominenz. Für ihre T-Bone Steaks und Chateaubriands sind die Gastgeber weltberühmt, die edle Fischküche und die Meeresfrüchte-Etagere sind nicht weniger hervorragend wie glamourös inszeniert. Gilt es einen Anlass als besonderen Moment zu feiern – bist du hier richtig. Friedrichstraße 105b

Bocca di Bacco

Elegantes italienisches Restaurant hinter beeindruckender Fassade. Tatsächlich streiten sich jedoch die Geister über die Qualitäten des Luxus-Italieners: Weniger über die Klassiker der italienischen Küche als viel mehr über die Aufmerksamkeitsdefizite im Service. Aber ein Versuch für Pasta, Pulpo, Profiteroles kann ein Besuch an stattlicher Adresse allemal wert sein. Friedrichstraße 167/168

Heimlich Treu

Zufällig kommst du hier nicht hin, das Heimlich Treu liegt im zweiten Hinterhof. Und dort eröffnet sich in einer Mischung aus Industriecharme und Nordic-Style eine gemütliche Idylle mit Sommerterrasse. Getränke findest du unter „flüssig“, Speisen unter „bissig“. Was geboten wird, ist so kreativ wie die Namensgebung. In einer Mischung aus regional und weltoffen finden sich mit genau drei Komponenten wieder, was Wald, Wiese und das Meer hergeben – ob am Tisch oder Tresen. Anklamer Str. 38

Fühlt sich an wie Mitte, liegt aber in Prenzlauer Berg

Kink Bar & Restaurant

Ateliers, Theater, Hostel – und das Kink rundet das Areal „Pfefferberg“ ab. Einst Brauerei-Gelände (1840), später Party-Location in Ruinen (1990er Jahre). Und heute? Bespielen die Kink-Betreiber ein durchdachtes Genusskonzept für alle Sinne im Industriebau mit hübschem Sommergarten. Speisen wie Drinks sind kreativ, fantasievoll, überraschend. Mit regionalen wie saisonalen Produkten geht es hinaus in die Welt, um mit vor allem asiatischer Note charmant auf dem Teller oder im Glas serviert zu werden. Schönhauser Allee 176

D.O.

Für aromatische Tapas und einen beeindruckenden Ausschank offener Weine lohnt sich der Weg in den Kollwitzkiez allemal. Die Besitzerin Margarida Suqué stammt aus Barcelona und ihr Konzept im kleinen Restaurant folgt der einfachen katalanischen Alltagsküche: einfach, aber gut. Wie ihre Anchovis „escalivada“-Art zum Beispiel. Suqué serviert sie auf geröstetem Weißbrot mit Paprika, Aubergine und Zwiebeln. Kollwitzstraße 88

Zwei Top-Japaner Ushido und Sasaya in Prenzlauer Berg

Diese beiden japanischen Restaurants liegen mitten in Prenzlauer Berg in direkter Nachbarschaft, und gelten als Top-Lokalitäten der japanischen Küche. Bei Ushido (Lychener Str. 18) gibt es BBQ auf Japanisch. Grillen musst du selbst, die Beilagen kommen frisch und authentisch aus der Küche. Das Sasaya (Lychener Str. 50) gilt seit vielen Jahren als eines der besten japanischen Restaurants in Berlin. Hier kommen Sushi und Sashimi in Top-Qualität auf den Tisch, die der Sushi-Koch vor den Augen der Gäste zubereitet. Wie authentisch die Küche ist, lässt sich an der Anzahl der japanischen Gäste ablesen. Diese lieben auch die große Auswahl an Sakes und Tees.

Restaurants in Charlottenburg

Paris Bar

Die Paris Bar ist keine Bar, sondern ein Restaurant mit französischer Küche. Und auch das ist eigentlich nicht richtig, weil es ein legendärer Ort ist, eine mythenumwobene Institution – seit beinahe fünf Jahrzehnten. Kurz: Die Paris Bar ist das Wohnzimmer und die Galerie der Künstler und Intellektuellen, der Berliner Prominenz wie der internationalen Stars. Zwischendurch sind alle mal nach Mitte abgewandert. Aber rot leuchtend trotzt der Neon-Schriftzug auf der Kantstraße allen Bewegungen. Draußen kann es etwas laut sein (Verkehr), drinnen kann es laut werden (ausgelassene Gäste). Was es zu essen gibt? Bouillabaisse, Blutwurst, Seezunge, Steak frites. Kantstraße 152

Tavola Calda

Eine bewährte Adresse, wenn es um gute italienische Küche geht – und das seit Jahrzehnten. Klassiker wie Carpaccio, Saltimbocca und tagesfrische Fische kommen hier in bester Qualität auf die weiß eingedeckten Tische. Ein Italiener ohne großen Flitter, aber durchweg sympathisch und souverän, drinnen wie draußen auf der kleinen Terrasse. Leibnizstr. 45

Kin dee

Kin dee heißt so viel wie „gut essen“ – und das ist nicht zu viel versprochen in diesem hervorragenden Thai-Restaurant mit urbanem Charakter ohne Kitsch. Die Küchenchefin Dalad Kambhu serviert Gerichte aus ihrer Heimat Bangkok, die authentisch wie kontrastreich schmecken. Sie sind intensiv, aber nicht scharf gewürzt und von höchster Qualität. Kein Wunder: Das Restaurant in der Nähe der Potsdamer Straße ist der jüngste Zugang der Grill Royal-Gruppe. Lützowstraße 81

Le Petit Royal

Der Ableger des Grill Royal ist in Charlottenburg angekommen. Die Gastronomie-Experten Stefan Landwehr und Boris Radczun sorgen mit ihrem jüngsten Lokal auch im Westen für frischen Wind mit stilvollen Akzenten. Die Grill Royal-Klassiker treffen hier auf die französische Küche: In nicht ganz so aufwendiger Inszenierung, aber immer noch mit genügend dekadentem Esprit: Chauteaubriand, Bouillabaisse Coq au Vin. Très chic! Grolmanstr. 59

893 Ryotei

Hinter der schäbigen Ladenfront tut sich Großes auf: 893 Ryōtei ist ein stylisches japanisches Restaurant mit Ausschweifungen in die ganze Welt und großer Experimentierfreude. Dunkle Wände bestimmen die Atmosphäre, Samt und Marmor veredeln die schummrige Höhle mit offener Küche. Wer hier keinen Platz bekommen sollte, kann es im Kuchi oder Madame Ngo oder Funky Fish versuchen, nur einen Katzensprung entfernt. Es ist derselbe Betreiber mit bewährt guten wie schwer angesagten Konzepten. Kantstraße 135

Funky Fish

Hier dreht sich natürlich alles um Fisch und Meeresgetier. Ob frittiert, roh, gegrillt, gekocht, als Beilage oder als ganze Seafood-Platte. Die Basis ist mediterran, aber mit klarer Tendenz zu asiatischer Fusion mit vietnamesischem und chinesischem Einfluss. Der Inhaber, The duc Ngo, hat mit diesem Fischlokal einen weiteren Coup gelandet: Es ist das zehnte Restaurant des Erfolgsgastronom. Kantstraße 135-136

Diener Tattersall

Dieses mehr als 100 Jahre alte Lokal ist eine echte Berliner Kneipen-Institution, an der sich glücklicherweise wenig verändert hat, in der lebendigen Foodszene der Hauptstadt. Die vergilbten Wände hängen voll mit Porträts, aus der Küche kommt echte Berliner Hausmannskost: Eier in Senfsoße, Wiener Schnitzel und Klopse. Und die Berliner Schnauze gehört hier zum guten Ton. Grolmanstraße 47

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