Köln, 16. November 2022

Essen und Trinken in Köln

Genug gearbeitet! Feierabend! Du bist hungrig, durstig und vor allem neu hier? Unsere Gastro-Tipps.

In Köln versammeln sich 180 Nationen. Genauso reich und vielfältig sind die Tische in der Millionenstadt gedeckt. Wir haben eine Auswahl an Gastro-Tipps zusammengestellt: Von hip und trendy bis High-End. Echte Kölner und kölsche Gastro-Institutionen findest du genauso wie handfeste Tipps für die beste Pizza der Stadt.

Beginnen wir mit einem der höchsten Kölner Kulturgüter, dem Kölsch. Achtung, das kann sehr verwirrend sein, Kölsch bedeutet Kölner Dialekt und das Bier im schlanken Glas, der Stange. Am besten gehst du ins Brauhaus, trinkst Kölsch und bekommst den Kölsch-Sprachkurs gleich dazu. Die Köbese im Brauhaus pflegen nämlich die Mundart mit Begeisterung. Eine echte Kölsch-Institution ist das Brauhaus Päffgen mitten im Friesenviertel. Holzvertäfelt, kräftige Brauhausküche, mit Innenhofterrasse und mehr Einheimischen als Touristen. Friesenstr. 64-66

Wer Päffgen sagt, muss auch Früh sagen. Institutionellen Charakter haben die urigen Früh Brauhäuser am Dom (Am Hof 12-18) sowie das Früh im Veedel in der Südstadt (Chlodwigplatz 28)

Die Kleine Glocke muss an dieser Stelle vor allem als Dienstags-Tipp erwähnt werden: Dann ist Reibekuchentag im gemütlichen Innenstadtlokal auf zwei Etagen, das vor 100 Jahren schon als Künstlertreff galt. Kölsch und Reibekuchen gehört zusammen wie Messer und Gabel. Hier sind sie besonders gut. (Glockengasse 58-60)

Im Rechtsrheinischen, in Deutz konkret, heißt die Kölsch-Institution Lommerzheim, mit musealem Charakter. Auch wenn der alte „Lommi“ schon lange tot ist, gleicht die Kölschkneipe immer noch einer Pilgerstätte. (Siegesstr. 18)

Brauhäuser neuerer Bauart gibt es natürlich auch: Im Brauhaus Pütz wird die Tradition trotzdem hochgehalten, auf der Karten finden sich Himmel und Äd genauso wie Rindergulasch (Engelbertstr. 67)

Das Brauhaus Johann Schäfer liegt mitten in der Südstadt, gilt mit Backsteinflair als hip und die moderne Brauhausküche ist herausragend. Pils und Weizen wird selbstgebraut, Kölsch liefert die Mühlen Brauerei. (Elsaßstr.6)

Italien in Köln

Es heißt immer, München sei die nördlichste Stadt Italiens, tatsächlich ist es Köln. Schließlich haben Römer vor 2000 Jahren Köln zur Stadt erhoben. Pizza und Pasta gibt es an jeder zweiten Ecke, ein paar handverlesene Adressen findest du hier: In der Rosticceria Massimo geht es locker, nett und familiär zu. Das Lokal in der Südstadt ist kaum größer als ein Schuhkarton, im Sommer verlagert sich das dolce vita auf den breiten Bordstein der Alteburger Straße. Fleisch, Fisch und Pasta in sehr guter Qualität. Ja, Pizza gibt es auch. (Alteburger Str. 41)

Am Eifelplatz findest du gleich zwei italienische Restaurants mit Charakter: La Teca und Casa di Biase liegen gegenüber. Frische, klassische Traditionsküche bieten beide, La Teca ist legerer, Casa di Biase gehobener. Im Sommer sind beide Terrassen am quirligen Platz the place to be. (Eifelplatz 2 und 4)

Noch nicht lange her, dass die Pastabar Caruso vom Barbarossaplatz ins Agnesviertel umzog. Das neapolitanische Ehepaar Anna und Marcello konzentriert sich auf Pasta, aber sie bereiten auch allerhand andere Köstlichkeiten aus dem Familienkochbuch –mit modernem twist. (Kasparstr. 9)

485 Grad: Hier ist der Name Programm, die Pizza wird im Holzofen bei genau dieser Temperatur gebacken. Ansonsten geht es hier einfach aber gut zu: Salat, Pizza, Tiramisu, fertig – und das gleich zweimal in der Stadt. (Kyffhäuserstr. 44 und Bonner Str. 34)

Pizza e basta! Bei der Antica Pizzeria Nennillo gibt es Pizza – und mehr nicht. Aber diese sehr gut und ebenfalls an zwei Standorten in der Stadt, Belgisches Viertel und Südstadt. (Limburger Str. 23 und Severinswall 22)

Kulinarische High-End-Erlebnisse

Luciano ist das, was man klassisch unter Edel-Italiener versteht. Das Schöne bei dieser bewährten Adresse ist, dass sowohl an der guten Küche wie am stilvollen Interieur von 1969 kaum etwas geändert wurde. (Marzellenstr. 68-70)

Restaurant Hase: Top Lokal mitten in der Stadt. Die frische mediterrane Küche mit deutschem Einschlag schätzt nicht nur das umliegende Galerienpublikum. Essen, Service, Stimmung sind immer wieder ein Vergnügen. (St.-Apern-Str. 17)

Für die L’imprimerie lohnt sich der Weg nach Bayenthal allemal. Sehr gute französische Küche mit kölschem Einschlag, die der ehemalige Patron Gilles Berthier in einer früheren Druckerei kreiert hat und heute mit Liebe und Enthusiasmus weitergeführt wird. (Cäsarstr. 58)

Selbstverständlich versammeln sich in Köln einige mit Michelin Stern ausgezeichnete Restaurants. Aber das Restaurant Le Moissonnier vereint gleich zwei Sterne, französische Spitzenküche und Atmosphäre wie in einer Pariser Brasserie. Ein Fest für Augen und Gaumen. (Krefelder Str. 25)

NEW CHIC

Das Balthasar ist chic und für Kölner Verhältnisse kosmopolitisch: Mediterrane und internationale Küche in Top-Qualität. Cocktails, Musik, das ganze Programm. (Aachener Str. 18)

Das Restaurant La Fonda liegt an einem der schönsten Plätze Kölns. Das Lokal mit Crossover-Küche ist stylisch, urban, chic und hat trotzdem viele gemütliche Ecken. Sommers (Terrasse) wie winters ein Vergnügen. (Gereonskloster 8)

Salon Schmitz, Metzgerei Schmitz, Bar Schmitz, Coco Schmitz– Essen, Trinken, Kunstgenuss. Jede Lokalität des Schmitz-Konsortiums bietet gute, frische Qualität inklusive französisch-belgischem Brasserie-Gefühl auf Großstadtniveau. Und im Keller? Clubbing im Coco Schmitz. (Aachener Str. 28, 30 und 34)

Über den Tellerrand – internationale Küche

Und hier findest du ein paar besondere Tipps der internationalen Küche in Köln: b ist der kölsche Kubaner in Lindenthal. Wer Bohnen mit Reis vermutet, liegt komplett falsch. Die meisten kommen wegen erstklassiger Steaks, Gambas, Maniok und vielen anderen lateinamerikanischer Köstlichkeiten mit einem Spritzer Limette. Die Rum-Auswahl ist beeindruckend bei Carlos. (Dürener Str. 152)

Das Belgische Viertel ließe sich auch gut in Asiatisches Viertel umbenennen, angesichts der enormen Anzahl an Küchen mit fernöstlichem und südostasiatischem Einschlag. Im Bali – der Name verrät‘s –, wird bewährt wie stilvoll indonesisch gekocht und das seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Sommer wird draußen auf dem Platz gedeckt. (Brüsseler Pl. 2)

Persische, indische, arabische Küche gibt es natürlich genauso, aus Fernost sind diese beiden Restaurants mit vietnamesischer Küche ein guter Tipp – und das in unmittelbarer Nachbarschaft, sollte eines der beiden ausgebucht sein. Hanoi September (Aachener Str. 19) und Bonjour Saigon (Richard-Wagner-Straße 24) bringen frische, würzige und authentische Vietnam-Küche auf den Tisch.

Im Neni kannst du mit vielen kleinen Tellerchen einen Streifzug durch die frische israelische und levantinische Küche unternehmen – und das mitten im Friesenviertel, vor der Haustür, falls du gerade im ipartment am Hildeboldplatz zu Hause bist. Der Ausblick von der Terrasse in der 8. Etage ist übrigens: sensationell. (Im Klapperhof 22-24)

Ito ist ein trendiges japanisches Restaurant im Belgischen Viertel, das sich deutlich vom herkömmlichen Sushi-Japaner abhebt. Teller wie Interieur überzeugen von klarer Struktur und Frische. Am Abend A-la-carte-Angebot und Omakase-Menü, mittags ist es etwas günstiger. (Antwerpener Str. 15)

Von den rund 200.000 ausländischen Bewohnern Kölns nimmt die türkische Community immer noch die größte Gruppe ein und das oft in dritter Generation. Viele türkische Restaurants findest du in der Innenstadt, am Eigelstein und in der Weidengasse. In Mülheim ist die Keupstraße ein Hotspot. Türkische Bäckereien und Restaurants reihen sich aneinander. Und von deinem ipartment Clevischer Ring ist die Keupstraße fußläufig ein Katzensprung. Keupstraße (Mülheim)/ Weidengasse (Innenstadt)

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